Vertikaler ökologischer Landbau: Die Lösung für unser wachsendes Nahrungsbedarf?
Einführung
Hintergrund von Vertikalem ökologischem Landbau
Die Menschen stehen vor einer wachsenden Herausforderung, genügend Nahrungsmittel zur Verfügung zu stellen, um eine rapide zunehmende Bevölkerung auf der Erde zu ernähren. Auf Our World in Data kann man die beunruhigenden Fakten lesen - wir haben nur begrenztes Land und mit dem Klimawandel wird es schwieriger, Nahrung anzubauen.
Hier kommt der vertikale ökologische Landbau ins Spiel. Diese Methode wird immer beliebter, weil sie eine Möglichkeit bietet, mehr Nahrung bereitzustellen, ohne den knappen Ressourcen wie Land, Wasser und Energie vor allem in städtischen Gebieten immer weitere zur Ausbeutung freizugeben.
Alles in allem ist der vertikale ökologische Landbau eine am Horizont sich erhebende Alternative zum herkömmlichen horizontalen oder flächenmäßigen Agrarsystem.
Warum ist es wichtig?
Der vertikale ökologische Landbau bietet nicht nur eine praktische und nachhaltige Lösung für die Bereitstellung von Nahrungsmitteln, sondern hat auch viele gesundheitliche Vorteile, unter anderem in der Verbesserung der Luftqualität und Giftstoffe aus der Umgebung von Städten filtern.
Zusätzlich dazu könnte das Konzept von vertikalem ökologischem Landbau von Bedeutung dazu beitragen, die Städte zu entsiegeln und Grünecken in öffentlichen Bereichen und auf Dächern von Gebäuden bewirtschaften zu können. Das würde dazu beitragen, Wohlbefinden, Lebensqualität und die Grundlage für eine gesunde Ernährung bereitzustellen.
Was hat es mit der Nachhaltigkeit zu tun?
Das Konzept des vertikalen ökologischen Landbaus wird als sehr nachhaltig angesehen, weil es den Bedarf an horizontalen Bodenflächen reduziert sowie Wasser und Energie spart. Es ist auch eine Methode zur Verringerung von Transport- und Verpackungskosten bei Lebensmitteln, da diese direkt vor Ort angebaut werden und somit Transportwege entfallen.
Darüber hinaus trägt dieser Ansatz zum Schutz vor Umweltverschmutzung und zur Stärkung der Biodiversität bei, indem chemische Pestizide und Herbizide reduziert oder eliminiert und teils durch biologische Methoden ersetzt werden.
Wie funktioniert vertikaler ökologischer Landbau?
Der vertikale ökologische Landbau ist ein kontrolliertes Umfeld, dass Pflanzen senkrecht im Innenbereich oder Außenbereich wachsen lässt, also vertikal statt horizontal wie bei herkömmlichen Agrarsystemen. Dabei werden die Pflanzen in Regalsystemen mit LED-Beleuchtung und Bewässerung direkt verbunden, um optimale Bedingungen für die Fotosynthese und ihr Wachstum zu gewährleisten.
Verschiedene Techniken des vertikalen ökologischen Landbaus
Es gibt verschiedene Arten von Systemen für den vertikalen ökologischen Landbau, mit unterschiedlichen Anbaumethoden. Hier sind einige dieser Techniken:
Hydroponischer Anbau: Dies ist die Kunst des Pflanzenwachstums ohne Boden und nur in einem Nährmedium durchgeführt. Wasser und eine spezifische Nährstoffmischung werden direkt auf die Pflanzenwurzeln geleitet.
Aquaponischer Anbau: Bei diesem Anbauverfahren werden Fische untergebracht, um das Wasser der Pflanzen zu düngen. Es wird Teebaumlösung verwendet, eine Art Bakteriengemeinschaft, die als organischer Dünger für das Aquaponics-System fungiert. Die Fische produzieren auch nützliche Mikroorganismen und Würmer, die das Nährmedium verbessern.
Aeroponischer Anbau: Hierbei werden die Wurzeln der Pflanzen in ein Nährlösungnebel versprüht, also in einen dichten Nebel aus Wasser und Nährstoffen, wodurch eine optimale Zufuhr gegeben ist.
Hockerbepflanzung: Bietet eine Form der traditionellen Agrarwirtschaft in der senkrechten Struktur an. Dabei werden die Pflanzen hierzu lediglich auf vertikale Ebenen aufgestellt, die an die vertikalen Regalsysteme befestigt sind.
Welche Pflanzen können angebaut werden?
In vertikalen Agrarsystemen können unterschiedliche Pflanzenarten kultiviert werden, je nach Anbauverfahren und entsprechender Beschaffenheit der Rack- bzw. Wachstumssysteme. Das für diese Methode nutzen sich gut kleine und schnell wachsende Pflanzen wie etwa Tomaten, Gurken, Kräuter, Grünes zu Salat oder auch Erdbeeren.
Vorteile von vertikalem ökologischem Landbau
Vertikalarasysteme haben eine höhere Produktivität als herkömmliche Systeme, weil sie weniger Platz benötigen und die Pflanzen direkt im Hof angebaut werde. Dadurch sind Transport- und Lagerkosten gespart, was für den Kunden zu preiswerten Angeboten führt. Weiterhin ist das von Bedeutung, wenn es zur Ernährungssicherheit von auf dem Erdball berudenden Gemeinschaften beitragen kann.
Das Umweltbewusstsein spielt bei dieser Technologie eine bedeutsame Rolle, da sie ohne chemische Düngemittel, Insektizide und Pestizide auskommt, da vollständig auf organische Methoden gesetzt wird begünstigt die Artenvielfalt.
Städtischer Anbau und Gartenbau im Innenbereich
Der Trend zum städtischen Anbau
In vielen urbanen Gebieten gibt es kaum noch eigene Flächen für landwirtschaftliche Nutzungen. Vertikale Agrarsysteme bieten eine nachhaltige Möglichkeit, in begrenzte Flächen des städtischen Raums Entfaltung zu nehmen.
Und das nicht nur um eigene Lebensmittel anzubauen, sondern auch in der Luft und Umgebung von Städten gesundheitsfördernde, grüne Oasen zu schaffen. Zudem vermittelt die direkte Verbindung zum Anbau einen neuartigen, erlebnisreichen Umgang mit der Natur und ihren Kreisläufen inmitten städtischer und urbaner Landschaften.
Gartenbau im Innenbereich
Auch im Innenbereich sind vertikaler hortikultur gut anlegbar, in passenden Pflanzzonen oder auch als Schautafeln angelegt können sie viel Zuspruch finden. Das bedeutet weniger Transportwege, geringere Energiekosten und wenig Wartung. Ein weiteres plus ist, dass man seinen eigenen Basilikum mehr als bequem in der Küche haben aufstellen kann statt ihn immer vom Gemüsemarkt zu besorgen.
Fazit
Zusammenfassung der Vorteile von vertikalem ökologischem Landbau
Vertikale Landwirtschaft ist die Zukunft unserer Nahrungsmittelversorgung im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Ernährungssicherheit. Denn Nord-Ost-Süd-Westregionen auf unseren Planeten gleichermaßen direkt adressieren zu können, entfallen enorme Verschiffungs- und Logistikkosten. Die Umweltaspekte sind vollständig organisch und schaffen somit mehr Vielfalt bei der Wahl und dem Design von Firmen, die dazu beitragen können, gesündere Nahrungsmittellieferungen bereitzustellen.
Das Potential, Nahrungsmittelproduktion in städtischen Gebieten zu erhöhen
Die Stadtbevölkerung ist nach UN prognostizierten Angaben bis 2050 auf 66% der Weltbevölkerung angestiegen. Die Vision des vertikalen ökologischen Landbaus fügt sich hierzu hervorragend an und liefert durch Grünflächen positive Auswirkungen auf die Umgebung. Bei konsequentem Fortschritt könnten die menschlichen Bedürfnisse an Nahrungsprodukten gedeckt werden.
Mögliche Zukunft des nachhaltigen Anbaus
Was in den 2000er Jahren noch als Experiment begann, ist heute ein tragfähiges Businessmodell: Technologie-Startups wie Plenty, AeroFarms und Bright Farms haben bereits erfolgreiche Modelle für die integrierte Lebensmittelproduktion geschaffen. Es wird vorhergesagt, dass es in den nächsten Jahren immer mehr solcher Unternehmen geben wird, da sie nicht nur profitabel sind, sondern auch eine umweltfreundliche Methode zur Bereitstellung von Lebensmitteln darstellen.
FAK
Ist vertikaler ökologischer Landbau teurer als herkömmlicher Landbau?
Während der vertikale ökologische Landbau möglicherweise höhere Investitionskosten mit sich bringt, gibt es viele Faktoren, die zukünftigen Kosteneinsparungen ermöglichen. Dazu gehören Reduzierung der Transportwege, weniger Abfall im Verpackungswesen, geringerer Platzbedarf, reduzierter Wasserverbrauch sowie auch höhere Erträge an einem einzigen Durchgang.
Welche Art von Pflanzen sind am besten geeignet für den vertikalen ökologischen Landbau?
Die ideale Pflanzenart für die Senkrechtbeflanzung sollte idealerweise schnell wachsend sein, nicht zu groß werden und bestdenfalls selbst als Nutzpflanze dienen. Beispiele hierzu sind Salate, Kräuter, Tomaten oder auch Erdbeeren.
Wie viel Platz wird benötigt?
Der vertikale ökologische Anbau benötigt im Gegensatz zum traditionellen horizontalen Anbau deutlich weniger Platz. Es ist möglich, bis zu neun Mal mehr Gemüse und Obst pro Quadratmeter zu erzeugen, als dies in der horizontalen landwirtschaftlichen Feld
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